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MWST-Unterlagen: bis zur absoluten Verjährung

MWST-relevante Unterlagen bewahrst du bis zur absoluten Verjährung der Steuerforderung auf (Art. 70 Abs. 2 i.V.m. Art. 42 Abs. 6 MWSTG). Das ist kein festes Datum: Die Verjährung kann das OR-Fristende von zehn Jahren überschreiten. Im Zweifel gilt die längere Frist.

RECHNER · SCHWEIZER RECHT

Annahme: Geschäftsjahr = Kalenderjahr.

Mindestens bis Ende 2035

Massgeblich ist die absolute Verjährung der Steuerforderung — im Zweifel gilt die längere Frist.

Frist
bis zur absoluten Verjährung der Steuerforderung
Fristbeginn
mit der Entstehung der Steuerforderung; die absolute Verjährung begrenzt das Ende
Form
Papier oder elektronisch

Rechtsstand: August 2026 · Diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Abgrenzung: was genau gilt

Diese Frist ist die einzige im Rechner, die absichtlich kein Datum liefert — weil das Gesetz keines nennt. Die MWST-Aufbewahrung endet nicht nach einer Anzahl Jahre, sondern wenn die Steuerforderung absolut verjährt ist, und dieser Zeitpunkt hängt vom einzelnen Steuerjahr und seinem Verfahrensverlauf ab. Praktisch heisst das: Die zehn Jahre aus dem OR sind der Boden, nicht die Decke. Solange eine Kontrolle, eine Nachbelastung oder ein Rechtsmittelverfahren zu einem Jahr offen ist, bleiben die Unterlagen dazu gebraucht. Wer hier auf ein Fristende hin entsorgt, das ihm ein Rechner ausgerechnet hat, entsorgt möglicherweise zu früh — deshalb zeigt dieser Rechner den Mindesthorizont und benennt den Rest offen.

In der Praxis mit bexio

MWST-Abrechnungen und die Belege dahinter liegen in bexio verteilt: Abrechnung im MWST-Bereich, Belege bei den Buchungen und im Posteingang. Bei einer Kontrolle zählt, wie schnell du beides zusammenbringst. quintio spiegelt die Belege laufend in dein eigenes Google Drive, wo sie über die Volltextsuche auch Jahre später in Minuten auffindbar sind.

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Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange muss ich MWST-Unterlagen aufbewahren?

Bis zur absoluten Verjährung der Steuerforderung (Art. 70 Abs. 2 i.V.m. Art. 42 Abs. 6 MWSTG). Ein fixes Datum nennt das Gesetz nicht; die zehn Jahre nach OR sind die Untergrenze.

Warum zeigt der Rechner hier kein Enddatum?

Weil es keines gibt, das sich aus dem Belegjahr allein ergibt. Der Rechner zeigt den Mindesthorizont und weist auf die massgebliche Verjährung hin, statt ein Datum zu erfinden.

Gilt das auch, wenn ich nicht mehrwertsteuerpflichtig bin?

Dann fehlt der MWST-Bezug, und es bleibt bei der zehnjährigen Frist nach Art. 958f OR für Buchungsbelege.

Rechtsstand: August 2026 · Diese Seite ist keine Rechtsberatung.